RISIKO-PROFILING No. 56

Der Schlaf-Index.

Die beste Strategie ist die, die Sie durchhalten.
Eine mathematische Herleitung Ihrer persönlichen Asset-Allocation.

Die Psychologie des Geldes: Mathematisch gesehen ist eine hohe Aktienquote langfristig oft vorteilhaft. Psychologisch scheitern daran viele Anleger, weil sie in starken Marktphasen (Volatilität) nervös werden. Dieses Modell hilft Ihnen, ein theoretisches Verhältnis zwischen Risiko und Sicherheit zu finden, das zu Ihrer persönlichen Schmerztoleranz passt.
Ihr Szenario: Bei welchem temporären Buchverlust werden Sie nervös? -20.000 €
Stellen Sie sich vor, Sie öffnen Ihr Depot und dieser Betrag fehlt ("Drawdown"). Wäre das noch akzeptabel oder würden Sie verkaufen?
Theoretische Verteilung:
40% Wachstum
60% Sicherheit
Erklärung: Um Ihren maximal tolerierbaren Buchverlust von 20.000 € nicht zu überschreiten (bei Annahme eines Markteinbruchs von -50%), würde rechnerisch eine Aktienquote von maximal 40% Ihrem Profil entsprechen.

Definition der Bausteine in diesem Modell:

  • Wachstums-Baustein: Anlageklassen mit höherer Renditeerwartung und hoher Schwankung (z.B. Aktien-ETFs).
  • Sicherheits-Baustein: Anlageklassen zur Schwankungsreduktion (z.B. Tagesgeld, kurzlaufende Staatsanleihen hoher Bonität).

Wichtiger Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Modellrechnung auf Basis historischer Marktdaten (Worst-Case-Szenarien). Sie ersetzt keine individuelle Anlageberatung und stellt keine Kaufempfehlung dar. Vergangene Entwicklungen sind kein Indikator für die Zukunft.

II. Rendite isst man, Risiko verdaut man

1. Der Preis der Sicherheit

Das Modell zeigt: Je weniger Schwankung Sie tolerieren, desto höher muss der Sicherheitsanteil sein. Das reduziert das Risiko, aber auch die erwartbare Rendite. Es ist ein bewusster Tausch: "Schlaf gegen Rendite".

2. Das "Durchhalte-Portfolio"

Ein Portfolio muss so konstruiert sein, dass Sie es auch in schwierigen Marktphasen nicht anfassen müssen. Wer im Tief verkauft, realisiert Verluste. Eine passende Asset-Allocation (Mischung der Anlageklassen) ist der effektivste Schutz vor diesem Fehler.

3. Rebalancing als Disziplin

Um die gewählte Verteilung (z.B. 40/60) beizubehalten, ist regelmäßiges Rebalancing nötig. Dabei werden Gewinne teilweise mitgenommen und in den Sicherheitsbaustein umgeschichtet – oder umgekehrt. Dies zwingt zu antizyklischem Handeln.

WISSEN SCHAFFT RUHE

Lernen Sie die Bausteine kennen.

Im "Fundament" lernen Sie, wie Sie eigenständig eine Strategie entwickeln, die zu Ihren Zielen und Ihrem Risikoprofil passt.

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